Weltlage kompakt: Kiew unter Beschuss, Ebola auf dem Vormarsch, Iran-Hormus vor Einigung

Ein Schnappschuss der wichtigsten globalen Entwicklungen der letzten 72 Stunden: Krieg in der Ukraine, Eskalation im Südlibanon, ein diplomatischer Durchbruch am Persischen Golf und eine sich ausbreitende Ebola-Epidemie in Zentralafrika.

Ukraine-Krieg: Schwerer Angriff auf Kiew

Russland griff Kiew und die umliegende Region in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen an. Präsident Selenskyj meldete mindestens 17 Tote und 44 Verletzte, mehrere Lagerhäuser wurden beschädigt. Die ukrainische Luftwaffe konnte nach eigenen Angaben keine einzige Rakete abfangen. Als Antwort griff die Ukraine russische Logistikzentren und eine Raffinerie in Baschkortostan mit Drohnenschwärmen an. Zudem wurde das zentrale Lager des deutschen Unternehmens Liqui Moly in der Ukraine durch einen russischen Raketenangriff zerstört.

Nahost: Eskalation im Südlibanon

Die israelische Armee bestätigte den Tod zweier Soldaten bei einem Vorfall im Südlibanon; vier weitere Reservisten wurden schwer verletzt, als ein Sprengsatz in einem durchsuchten Gebäude explodierte. Israel wirft der Hisbollah einen Verstoß gegen die Waffenruhe vor und reagierte mit Beschuss der Region.

Iran: Einigung über neue Route durch die Straße von Hormus in Sicht

Iran und Oman stehen laut Teheran kurz vor einer Einigung auf eine neue Schifffahrtsroute durch die blockierte Meerenge; Koordinaten für die Passage seien bereits abgestimmt. Parallel dazu kam es bei den separaten Verhandlungen über ein vorläufiges Friedensabkommen mit den USA zu keinem Durchbruch, obwohl Präsident Trump einen Abschluss binnen Tagen in Aussicht gestellt hatte.

Ebola-Epidemie in Zentralafrika weitet sich aus

Der Ausbruch in der DR Kongo und Uganda wird durch das Bundibugyo-Ebolavirus verursacht, was die Behandlung erschwert, da bestehende Therapien für den häufigeren Zaire-Stamm zugelassen sind. Die WHO rief bereits im Mai den internationalen Gesundheitsnotstand aus. Bestätigt sind bislang 1.801 Todesfälle in der DR Kongo und zwei in Uganda, Stand erste Augustwoche. Die USA kündigten zusätzliche 242 Millionen US-Dollar an Hilfsgeldern für die Region an.

USA: Vorwahlen, Sicherheitspolitik, Gewalt

Abdul El-Sayed gewann die demokratische Senatsvorwahl in Michigan. Vizepräsident Vance treibt neue Regeln gegen Sozialleistungsbetrug voran. Behörden nahmen einen Verdächtigen im Zusammenhang mit den Waldbränden bei Spokane fest. Bei einem Schusswaffenvorfall in North Carolina starben drei Menschen, darunter der mutmaßliche Täter.


Stand: 6. August 2026.