Emotionsregulation durch aktive Inferenz: Allostase, freie Energie und Psychopathologie

Dieser wissenschaftliche Artikel von Caria und Pezzulo untersucht die Emotionsregulation durch das Prisma der aktiven Inferenz und verbindet psychologische Modelle mit biologischen Kontrollmechanismen.

Die Autoren postulieren, dass sowohl bewusste als auch unbewusste Regulationsstrategien wesentliche Bestandteile der Allostase sind, die der vorausschauenden Steuerung physiologischer Zustände dienen.

Durch die Minimierung der freien Energie passt das Gehirn seine internen Überzeugungen und Handlungen an, um biologische Belastungen zu reduzieren.

Der Text ordnet das etablierte Prozessmodell von Gross in diesen computergestützten Rahmen ein und erklärt Strategien wie Reappraisal als Anpassung von Vorhersagemodellen.

Schließlich bietet dieser Ansatz neue Erklärungsmodelle für Psychopathologien, die als Störungen der allostatischen Vorhersage und der mitochondrialen Energieverwaltung verstanden werden.

Damit wird eine theoretische Brücke zwischen kognitiver Psychologie, Neurobiologie und systemtheoretischer Biologie geschlagen.