Die Moralisierung der Künstlichen Intelligenz

Die vorliegende Forschung untersucht die psychologischen Ursachen der Ablehnung von Künstlicher Intelligenz (KI) und kommt zu dem Schluss, dass dieser Widerstand primär auf moralischen Überzeugungen statt auf rein pragmatischen Bedenken basiert.

Über vier Studien hinweg zeigen die Autoren, dass die Moralisierung von KI in den Medien zugenommen hat und bei vielen Menschen eine tiefe Überzeugung auslöst, dass der Einsatz von KI grundsätzlich falsch sei, unabhängig von deren tatsächlichem Nutzen.

Diese moralische Haltung ist domänenübergreifend und führt dazu, dass Gegner der Technologie gegenüber rationalen Argumenten oder Leistungsverbesserungen unempfänglich bleiben.

Interessanterweise korreliert eine höhere Vertrautheit mit KI mit geringerer Ablehnung, während jüngere Generationen paradoxerweise skeptischer gegenüber der Technologie eingestellt sind als ältere.

Die Ergebnisse legen nahe, dass eine gesellschaftliche Akzeptanz von KI weniger durch technologische Optimierung, sondern eher durch die Adressierung moralischer Werte erreicht werden kann.

Schließlich belegen Verhaltensexperimente, dass diese moralischen Urteile zukünftiges Handeln verlässlich vorhersagen, da Betroffene die Nutzung von KI-Tools selbst dann verweigern, wenn ihnen dies persönliche Vorteile verschaffen würde.

Source: [Task in Asana](https://app.asana.com/1/1183198332554113/project/1185054005762401/task/1213649266944647) osf.io/preprints/psyarxiv/5mwre_v9 https://notebooklm.google.com/notebook/1f62337f-39ac-478a-acca-afbfe60b9764